Auftraggeber: Stadt Alzenau in Unterfranken,
vertreten durch Herrn Bürgermeister Dr. Engel.
Wesentliche Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. Architekt Klaus Unruh (Partner 1970 - 1991),
Dipl.-Ing. Architekt Mario Hägele,
Dipl.-Ing. Architekt Horst Reinhardt.
|
|
Das alte Rathaus war für die Nutzungsanforderungen
viel zu klein. Es war außerdem dringend sanierungsbedürftig.
Das Grundstück war extrem klein. Um die relativ große
Programmfläche unterzubringen, wurde um das alte Rathaus eine
verglaste Galerie gebaut.
Durch diese offene, nach oben verglaste Galerie werden sowohl das
alte bestehende Rathaus als auch die wesentlich umfangreicheren
Flächen des Neubaus erschlossen. Im Zentrum dieser Galerie
befindet sich ein offener Dienstleistungsbereich für die Bürger.
Insgesamt ist diese offene Galerie ein Kommunikations- und Informationsraum.
Der neue Teil besteht aus massivem, circa 40 cm dickem Mauerwerk
aus rotem Sandstein mit innerer Wärmedämmung und Dampfsperre.
Auch im Neubau erhielten die Fenster Sandsteingewände. Aus
der Form dieser Fenstergewände geht aber hervor, dass sie nicht
mehr handwerklich behauen wurden, sondern mit modernen Maschinen
durch Sägen ihre Form erhielten.
|
|
An der Südwestecke des Neubaus ist im Obergeschoss
der Saal für das Gemeindeparlament untergebracht. Es hat einen
offenen Dachstuhl und für die Belichtung eine über das Dach
hinausragende Holzkonstruktion.
Die raumprägenden Materialien sind Kiefernholz, roter Sandstein,
Glas und für die zentrale Treppe weißer Marmor. Wichtig
ist aber darüber hinaus das umfangreiche, im Raum vorhandene
Grün.
Durch den Neubau dieses Rathauses mit den erwähnten Materialien,
der verglasten Galerie und der Sanierung des alten Rathauses wird
die Gesamtanlage zu einem bestimmenden Stadtbauelement im Zentrum
der Stadt Alzenau.
Die Inneneinrichtung sowohl des Neubaus als auch des Altbaus wurde
durch den Architekten im Einvernehmen mit dem Auftraggeber bestimmt.
Viele Elemente der Inneneinrichtung wurden nach eigenen Entwürfen
angefertigt. Zu beachten ist nicht nur der Sitzungssaal, sondern auch
alle anderen Räume.
Der künstlerische Beitrag zu diesem Vorhaben wurde von Alfonso
Hüppi, Baden-Baden/Düsseldorf geleistet. |
|
Veröffentlichungen „Unser Rathaus“
Broschüre zur Einweihung
am 11. Mai 1988,
Stadt Alzenau
„Bauwelt“
1990, Heft 17, S. 860-863
„Deutsche Bauzeitschrift“
1990, Heft 9, S. 1231-1234
„TAB, Technik am Bau“
1991, Heft 3, S. 199-212
|
|
„Kommunalbauten“
1991, Heft 17, S. 49+50
Heinze-Verlag, Celle
„AIT, Architektur, Innenarchitektur,
Technischer Ausbau“
1991, Heft 12, S. 130-132
"Deutsche Baudokumentation"
1991, S. 370+371
Heinze-Verlag |