Luftbild Neuenheimer Feld, Schwestern- und Personalgebäude I, II und III am Neckar   Schwestern- und Personalgebäude III (links), II (Mitte) und I (rechts)   Schwestern- und Personalgebäude III (rechts), II (links) und I (Mitte, im Hintergrund)  
Auftraggeber war das Finanzministerium Baden-Württemberg, vertreten durch Prof. Dr. h.c. Horst Linde, Finanzministerium Stuttgart und Oberbaudirektor Ulrich Werkle, Leiter des Universitätsbauamtes Heidelberg.

Wesentliche Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. Architekt Klaus Unruh (Partner 1970 - 1991),
Dipl.-Ing. Architekt Heinz Knüttel,
Dipl.-Ing. Architekt Rudolf Spitza.

  15 Jahre nachdem mit der Planung für das Schwestern- und Personalgebäude I begonnen wurde, wurde das Schwestern- und Personalgebäude III fertig gestellt. Von Anfang an war städtebaulich vorgesehen, dass diese Gruppe von drei Hochhäusern einen Schwerpunkt des Wohnens im Universitätsgelände bilden soll. Dabei war das Ziel, auch durch die Architektur den Zusammenhang dieser Wohnhausgruppe herzustellen, ohne allerdings in einen Schematismus abzurutschen. Es ging vielmehr um eine Variation der Gestaltung, mit welcher beim Schwestern- und Personalgebäude I begonnen wurde. Auch beim Schwestern- und Personalgebäude III wurde das Grundprinzip beibehalten: Erschließung von Norden, Wohnen nach Osten, Süden und Westen. Zusätzlich zur Gliederung nach diesen Himmelsrichtungen wurden die einzelnen Wohnflügel versetzt angeordnet.


  Der Zusammenhang in der Gestaltung wurde durch die Beibehaltung des konstruktiven Prinzips für die Außenwände erreicht. Bei allen drei Schwestern- und Personalgebäuden wird durch die vorgehängten weißen Platten eine hinterlüftete und damit bauphysikalisch vorteilhafte Konstruktion geschaffen.
Es war der ausdrückliche Wunsch des Auftraggebers, die Fensterflächen deutlich zur reduzieren. Die Gründe dafür waren sicher ökonomischer Art. Überhaupt standen die ökonomischen Anforderungen, oder besser Beschränkungen, bei allen drei Schwestern- und Personalgebäuden im Vordergrund. Vom Raumprogramm bis zur Konstruktion war der Druck des sparsamen Bauens erheblich.
Mit diesem Schwestern- und Personalgebäude III war die städtebauliche Idee des Wohnens im Grünen und in bevorzugter Lage abgeschlossen. Gleiches gilt für das Ziel, durch eine ausgewogene Gruppierung ein räumliches Ergebnis zu erzielen.

  Veröffentlichungen

"Architekturführer Heidelberg"
Bauten um 1000 bis 2000
1998, Seite 227

"Dokumentation der Gesamtplanung Im Neuenheimer Feld“
1994, S. 21
Staatliche Hochbauverwaltung Baden-Württemberg,
Universitätsbauamt Heidelberg

"Bauten für die Universität Heidelberg,
300 Jahre Baugestaltung für Wissenschaft, Forschung und Lehre"
1987, Architektenkammer Baden-Württemberg