Großes Haus, Grundriss   Großes Haus, Schnitt   Kleines Haus, Grundriss   Kleines Haus, Schnitt   Blick von Südwesten   Blick von Süden   Blick vom Berg, Nordosten   Erschließungstreppe   Großes Haus, Blick von oben in den Wohnraum   Wohnraum, mittlere Ebene Küche und Essplatz, oberste Ebene Arbeiten   Großes Haus, Essplatz mit Küche   Kleines Haus, Essplatz mit Küche  
Bauherr: Lothar und Hannelore Götz.

Wesentliche Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. Architekt Klaus Unruh (Partner 1970 - 1991),
Dipl.-Ing. Architekt Peter Burock,
Dipl.-Ing. Architekt Frank Huster.
  Für die Familie, bestehend aus dem Ehepaar, einem Sohn und einer Tochter, sollte eine Ferienhausanlage errichtet werden. Die Eltern, der Sohn und die Tochter sollten jeweils ein eigenes Haus bekommen, um ungestört nach dem eigenen Stil leben zu können. Soweit die Häuser nicht durch Eigennutzung belegt sind, sollten sie vermietet werden. Sehr bald hat sich jedoch ergeben, dass das große Haus durch die Eltern generell privat genutzt wird und die zwei kleinen Häuser generell vermietet werden, da Sohn und Tochter inzwischen ihre eigenen Familien haben. Die drei Häuser sollten von einer großen gemeinsamen Terrasse erschlossen werden.
Von der Ortsstraße aus muss aber erst eine Treppenanlage mit über 100 Stufen überwunden werden. Das Grundstück – ein Südhang – sollte durch die Bauwerke möglichst unberührt bleiben. So wurden sowohl alle Gebäude als auch die Terrasse und die zur Erschließung dienende Treppenanlage auf Stützen gestellt. Dadurch gibt es zwei Ebenen: die natürliche Ebene, entsprechend der klimatischen Situation ungestört bewachsen und darüber eine zweite, artifizielle Ebene, freistehend die Treppe und die Wohngebäude.
  Die natürliche Landschaft und die rationale Architektur sollten dadurch voneinander getrennt werden und sich ungestört entwickeln können. Der Zugang zu den Häusern ist ein eigenes Erlebnis. Man muss die Treppe mit über 100 Stufen überwinden, erlebt dabei aber die natürliche Landschaft mit Bäumen, Sträuchern und seltenen Pflanzen. Der Südhang wurde nicht als Garten angelegt sondern so belassen, wie er sich natürlich entwickelt. Er wird lediglich von Zeit zu Zeit so ausgelichtet, dass die verschiedenen Pflanzenarten sich entwickeln können.
Das Innere aller drei Gebäude besteht nur aus einem Raum. Der Raum ist gegliedert durch verschiedene Fußbodenebenen. Im großen Haus sind es insgesamt vier, in den kleineren Häusern jeweils zwei Ebenen. Die verschiedenen Wohnfunktionen wie Schlafen, Essen, Kochen, Wohnen, Arbeiten, Bad und WC sind nur durch Raumelemente abgeschirmt, die aber alle nicht bis zur Decke gehen. Somit kann man in jedem Teilbereich den Gesamtraum erleben. Alle Häuser bestehen aus einer tragenden Holzkonstruktion, innen und außen mit Holzbrettern verschalt, dazwischen befindet sich eine Windsperre und die Wärmedämmung.


Veröffentlichungen

„Wohnen unter schrägem Dach“
1975, S. 22-25, Annemarie Mütsch-Engel,
Verlagsanstalt Alexander Koch, Stuttgart

„Detail“
1977, Heft 6, S. 761

„Bauen + Wohnen“
1977, Heft 12, S. 453-456+467

 

„Bouwbestek"
1978, Heft 3, S. 21-24
Den Haag, Holland

„Bauwelt“
1978, Heft 45, S. 1658+1659

„Häuser“
1979, Heft 1, S. 38-41+146-147
Verlag Gruner + Jahr, Hamburg

 

„Baumeister“
1979, Heft 7, S. 693-695

„Holzskelettbau“
1980, S. 60+61
Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart

„bauen“
1980, Heft 12/1, S. 16-21

 

“Häuser am Hang“
2. Auflage 1981, S. 102+103
Callwey-Verlag, München

“Bauhandwerk“
1981, Heft 1, S. 5-18

„Bauhandwerk“
1981, Heft 6, S. 483+484, 487-490

 

„Energy and Buildings“
1984, Heft 7, S. 213-227
Verlag Elsevier Sequoia S. A., Lausanne

„Einfache Paradiese“
1985, S. 24-29
Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart

„Der neue Dachatlas“
1991,S. 282-283
Institut für internationale
Architekturdokumentation, München