Grundriss Erdgeschoss   Grundriss Obergeschoss   Westseite   Eingang Grund- und Hauptschule   Baukörperdetail im Innenhof   Gymnasium, Aufenthaltsraum  
Auftraggeber: Stadt Schriesheim, vertreten durch Herrn Bürgermeister Heger und Herrn Bürgermeister Peter Riehl.

Wesentliche Mitarbeiter:
Dipl.-Ing. Architekt Klaus Unruh (Partner von 1970 - 1991),
Dipl.-Ing. Architekt Gerhard Krumm,
Dipl.-Ing. Architekt Heinz Lermann.
  Auch diesem Projekt war ein öffentlicher Architektenwettbewerb vorausgegangen, den die Stadt Schriesheim ausgeschrieben hatte, um ein neues Schulzentrum zu bauen. Dieses Schulzentrum sollte, im Gegensatz zum benachbarten Weinheim, keine Gesamtschule sein. Trotzdem sollten aber alle Schultypen, von der Grundschule bis zum Gymnasium, in einem gemeinsamen, aber nach Schultypen getrennten Gebäude untergebracht werden. Die verschiedenen Schultypen wurden alle um einen Hof in U-Form gruppiert.
  Auf der Innenseite des U-förmigen Hofes wurden diese Schultypen erschlossen. Jeder Schultyp hatte seinen eigenen Eingang, so dass man während der gesamten Schulzeit zwar immer in das gleiche Gebäude ging, aber dieses durch verschiedene Eingänge betrat. Die Grenzen zwischen den Schultypen innerhalb des Gebäudes sollten flexibel sein. Je nach Schülerzahl sollte das Gymnasium mehr oder weniger Flächen bekommen. Gleiches galt für die Realschule und die Hauptschule.
  Die Pausenräume waren an der Außenseite des U-förmigen Gebäudes angeordnet, so dass die drei Schultypen voneinander unabhängig große Pausenflächen zur Verfügung hatten.
Die Normalklassen waren mit Ausnahme der Grundschule ausschließlich in den Obergeschossen angeordnet, während im Erdgeschoss alle Fachräume, Sonderklassen und die Verwaltung untergebracht wurden. Im Erdgeschoss des Gymnasiums befinden sich zusätzlich eine Aula und die Stadtbücherei.
  Die Realisierung erfolgte in drei Bauabschnitten, wobei die Innenwände beim ersten Bauabschnitt aus versetzbaren Trennwänden bestehen.
Die äußere Gestaltung wird geprägt durch eine vorgehängte Fassade aus weiß beschichteten Aluminiumplatten und den sich aus der Funktion ergebenden Fensterbändern. Die Dachkonstruktion ist unterlüftet und bildet einen deutlichen oberen Abschluss des Gebäudes, der gleichzeitig als ein zusammenfassendes Element wirkt.
Veröffentlichungen

„Deutsche Bauzeitung“
1986, Heft 11, S. 10-14