Grundriss Erdgeschoss   Grundriss Obergeschoss   Gartenansicht   Straßenansicht   Erschließungstreppe   Treppe zum Haus, 2010  
Auftraggeber: Frau Maria Ammann und Herr Stäbler.

Wesentliche Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Architekt Klaus Unruh,
Dipl.-Ing. Architekt Thomas Heiss, Dipl.-Ing. Architekt Josef Wehlen.

  Das Wohnhaus wurde für zwei miteinander verwandte Familien gebaut. Initiatorin war Frau Maria Ammann, die Geschäftsführerin der Fleischer Einkaufs- und Verkaufsgenossenschaft. Aus der dortigen erfolgreichen Zusammenarbeit hat es sich ergeben, dass der Auftrag für dieses Wohnhaus erteilt wurde. Die klare Formensprache dieses Wohnhauses entsprach den Vorstellungen der erfolgreichen Geschäftsfrau Maria Ammann.
  Das Gebäude ist ein Stahlskelettbau mit Betondecken und mit Gasbetonplatten ausgefachten Außenwänden. Die Westseite ist großflächig verglast. An der Ostseite wird das Gebäude über eine Stahltreppe erschlossen, die die Höhenunterschiede zwischen dem Straßenniveau und den dazu versetzt angeordneten Wohngeschossen herstellt. Sowohl an der West- als auch an der Ostseite befinden sich über die gesamte Gebäudelänge durchlaufende Balkone, die für Verschiedenes genutzt werden können.   Nach Norden und Süden gibt es wegen der dort vorhandenen Nachbarbebauung geschlossene Wände. Die schlanke, weiß gestrichene Stahlkonstruktion, die großflächige Verglasung, Holzfenster, Holzeingangstüre, aber auch die Stahltreppe an der Ostseite prägen den Charakter dieses Wohnhauses. Im Inneren gibt es eine wohlgeordnete, aber großzügige Grundrissgestaltung, entsprechend den Bedürfnissen der Auftraggeber. 2010
Nach fast 50 Jahren ist dieses Wohnhaus unverändert erhalten. Trotz der korrosionsanfälligen Stahlkonstruktion ist das Gebäude in einem Zustand, als ob es vor wenigen Jahren gebaut worden wäre. Dies gilt besonders für die Außentreppe. Die derzeitige Besitzerin, Frau Inge Stäbler, eine Nichte der ursprünglichen Bauherrin Frau Maria Ammann, betreut dieses Wohnhaus in bewundernswerter Weise mit großem persönlichem und finanziellem Einsatz.
Veröffentlichungen

“Glasforum“
1965, Heft 1, S. 31 - 34

“Bauen + Wohnen“
1965, Heft 4, S. 159 - 162



“Deutsche Bauzeitschrift“
1966, Heft 8, S. 1457 - 1460

“Detail“
1967, Heft 1, S. 78



“Stahltreppen“
Verlag Julius Hoffmann, Stuttgart
1969, S. 92 + 93

“Architekturführer Heidelberg“
Bauten um 1000 - 2000
1998, S. 223